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Interview: Was Krisenkommunikation und Mentoring verbindet

Der neue Lehrgang Mentoringplus führt zum Win-Win: Absolventinnen und Absolventen gewinnen Kompetenz und Resilienz – und Mentees erhalten ein Gegenüber, das blinde Flecken aufzeigt. Das sagt Markus Baumgartner, Gründer von b-public und Präsident des Schweizer Verbands für Krisenkommunikation VKK.

Markus, wie gehst du mit Entscheidungsdruck um?

In der Krise ist das besonders anspruchsvoll: Es erfordert kritische Entscheidungen unter Zeitdruck und angesichts einer unsicheren Informationslage. Daher gilt in erster Linie eines – Ruhe bewahren. Entscheidungen brauchen Klarheit und müssen von Beginn weg sitzen. Denn gerade in der Krise bekommt man keine zweite Chance, um einen ersten Eindruck zu hinterlassen.

Warum tun sich Führungskräfte oft schwer, Mentoring in Anspruch zu nehmen?

Aufgrund des Zeitdrucks und vielleicht auch mangelnder Organisation kommen Führungskräfte gar nicht dazu, solche Momente des Dialogs und Zuhörens einzuplanen. Hat man aber einmal eine Person des Vertrauens gefunden, ist es eine grosse Erleichterung.

Wie verändert Mentoring Führungsverhalten konkret?

Führungskräfte sind oft allein, weil sie Probleme weder mit der Geschäftsleitung noch zuhause besprechen können. Statt in der Einsamkeit zu versinken, können durch die Reflexion mit dem Mentor gute Lösungen erarbeitet werden.

Was macht eine gute Selbstreflexion aus?

Gegen den Stolz kämpfen. In der Selbstreflexion gilt es, das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu hinterfragen. Gute Selbstreflexion ist die Fähigkeit, sich der eigenen Emotionen, Stärken, Schwächen, Bedürfnisse und Antriebe bewusst zu sein. Dadurch kann man Probleme erkennen und Veränderungen schaffen – ohne in energieraubende Grübeleien zu verfallen.

Inwiefern helfen Mentoren, blinde Flecken zu entdecken und zu beheben?

Wir alle haben blinde Flecken. Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Wenn man das strukturiert angeht, kann man Muster erkennen, in die man immer wieder hineintappt.

Sollte man als Führungskraft sein eigenes Vorbild sein – oder braucht es Menschen, an denen man sich orientiert?

Ich persönlich finde: Vorbilder sind wertvoll, da sie als Wegweiser für mein Verhalten, meine Motivation und meine Werte dienen.

Du bist bekannt dafür, dein Wissen gezielt an die junge Generation weiterzugeben. Was ist dir dabei wichtig?

Nachwuchsförderung ist ein ständiger Prozess in jeder Lebensphase. Für mich ist das mehr als ein schöner Satz. Ich versuche, ein Vorbild zu sein und das wirklich zu leben. Das bedeutet neben der Weitergabe von Wissen und Erfahrungen auch das aktive Miterleben. Gerade habe ich mich dafür eingesetzt, dass ein Praktikant konkrete Erfahrungen sammeln kann.

Welche Chancen gibst du dem neuen Lehrgang Mentoringplus?

Ich sehe da grosse Chancen, besonders für die ältere Generation. Heute erreichen mehr Menschen als je zuvor ein hohes Alter. Ältere Menschen sind damit die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe. Entsprechend nehmen ihre Möglichkeiten im Alter zu: Sie haben vermehrt Zeit, aber vielleicht länger keine Weiterbildung mehr gemacht. Diese Investition lohnt sich. Menschen über 70, die sozial aktiver wurden, hatten gemäss einer Studie eine bis zu 79 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, ihre körperliche Stärke und Widerstandsfähigkeit zurückzugewinnen.

Weitere Informationen zum Lehrgang gibt es hier: Mentoringplus – fundierte Mentoring-Kompetenz in 12 Tagen

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