ruedi josuran

Interview: Mentoring überschreitet Generationen

Der TV– und Radiomoderator Ruedi Josuran sieht sich selbst als Begleiter, der das versteckte Potenzial aus den Menschen herauskitzelt. Er hat bereits tausende Gespräche geführt, vor und hinter der Kamera. Seit 12 Jahren ist er Mentor und weiss, wie Worte wirken – und dass ältere Menschen mehr in sich selbst investieren sollten.

Ruedi, viele kennen dich vom Fernsehen und Radio. Wie kam es dazu, dass du auch als Mentor und Coach tätig bist?

Das kam über Radio SRF. Nach rund 15 Jahren bekam ich einen Bildungsurlaub, mir wurde eine Möglichkeit gegeben, mich gezielt im Bereich Personal Coaching weiterzubilden. Mein Gedanke war: ,,Wenn ich mit den Medien aufhöre, kann Coaching mein zweites Standbein werden.’’ Aber ich durfte beides von Anfang an parallel ausüben.

Der Lehrgang Mentoringplus will Generationen verbinden. Was unterscheidet dich von deinem jüngeren ich?

Ich hatte damals eine Leichtigkeit, die ich heutzutage nicht mehr so habe. Auch Prominente habe ich völlig unbeschwert interviewt. Überlegen war für mich überbewertet, aber genauso bin ich vorwärtsgekommen. Mittlerweile sind zu viele Dinge passiert, die ich nicht einfach wegstecken und vergessen kann. Ich glaube, dass sich beide Elemente ergänzen: Leichtigkeit und Reflexion.

Kann man Menschen unterstützen, ohne wie ein Lehrer zu wirken, der alles kritisiert?

Ja, das ist möglich. Aber es scheitert genau an diesem Punkt, am Besserwisserischen und an der nicht vorhandenen Augenhöhe. Mentoring funktioniert nur dann, wenn der Mentee nicht ständig bewertet, sondern begleitet wird. Um es altmodisch auszudrücken: Ich sehe mich selbst als Diener, der eine Dienstleistung erbringt – das Begleiten und Beraten.

Du bist ein erfahrener Mentor. Wurde deine Erfahrung schon einmal infrage gestellt, weil deine Ausbildung schon länger her ist?

Nein, so direkt nicht. Aber ich habe mein Wissen auch nie so ausgespielt. Bei einem Gespräch entsteht die Wirkung immer bei deinem Gegenüber. Man kann noch so ein Experte sein – wenn dir die Menschen das nicht abkaufen, nützen die Diplome, die an deiner Wand hängen auch nichts mehr.

Ist es jemals zu spät, in sich selbst zu investieren?

Nein. Ich kenne viele Personen, die erst im Pensionsalter ihre wahre Berufung gefunden haben. Vielleicht ist nicht mehr so viel Power da, dafür umso mehr Motivation. Jedoch finde ich, dass man in der Lage sein muss, sich selbst zu reflektieren und Neues zu lernen.

Wann hast du denn das letzte Mal in dich selbst investiert?

Das ist ein ständiger Prozess für mich. Wach durch den Alltag zu gehen, offen für Begegnungen zu sein und Fragen zu stellen, sind wichtige Investitionen. So bleibe ich neugierig und habe einen Anstoss, um mich weiterzuentwickeln.

Welche Chancen gibst du Mentoringplus? Mit den aktuellen gesellschaftlichen Umwälzungen entstehen viele Unsicherheiten in neuen Lebensabschnitten für Menschen. Ein Programm wie Mentoringplus bietet eine Möglichkeit, um sich weiterzuentwickeln und nicht an Ort und Stelle stehen zu bleiben. Wenn man am richtigen Fleck investiert, kann unglaublich viel an praktischem Gewinn für das Leben zurückkommen. Es ist intensiv, man muss sich vielleicht überwinden, aber es lohnt sich. So viele ältere Menschen schöpfen ihr Potenzial nicht aus.

Weitere Informationen zum Lehrgang gibt es hier: Mentoringplus – fundierte Mentoring-Kompetenz in 12 Tagen

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