Interview: Mentoring an den verschiedensten Orten

Von der Personalberaterin, Forscherin, Lehrerin bis zur Headhunterin und später zur Standortleiterin: Gabriele Schwieder war beruflich an vielen Orten und in unterschiedlichen Rollen tätig. Heute ist sie Hauptdozentin des Lehrgangs Mentoringplus und arbeitet selbstständig als Coach und Beraterin.

Du bist Hauptdozentin des Lehrgangs Mentoringplus. Was ist das Spezielle an diesem neuen Lehrgang?

Speziell ist, dass dieser Lehrgang auf wertvoller Lebenserfahrung der Teilnehmenden aufbaut. Dieser Schatz bereichert den Austausch in der Gruppe und bildet die Grundlage für die angehende Mentoring-Kompetenz.

Du hast schon über 500 Leute entlang ihrer Karriere begleitet. Was ist der Hauptnutzen von Mentoring?

Mentoring kann eine zentrale Stütze auf einem Wegabschnitt in der beruflichen und persönlichen Entwicklung sein. Schon oft habe ich erlebt, dass ein regelmässiger Austausch, eine vertrauensvolle Verbindung, Druck rausnehmen, entlasten und ermutigen kann. Erfahrene Mentoren können wertvolles Feedback anbieten, durch Orientierungsphasen navigieren, auf blinde Flecken hinweisen. Auch bringen sie andere Perspektiven ein und helfen, Risiken besser einzuschätzen.

Wer sollte den neuen Lehrgang Mentoringplus absolvieren?

Der Lehrgang richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die ihre Erfahrungen mit anderen reflektieren und weitergeben möchten. Menschen, die mit jüngeren Generationen im Austausch bleiben und in gelingende Beziehungen investieren wollen. Auch Unternehmen, Führungskräfte, Fachleute und Lehrpersonen sind angesprochen. Im Kern geht es darum, Berufs- und Lebenserfahrung sinnvoll zu nutzen und damit einen Beitrag zu leisten.

Wie ziehst du die Grenzen zwischen Mentoring und Coaching?

Mentoring ist langfristig, man begleitet im Alltag steht in  Übergangsphasen zur Verfügung, bleibt in Kontakt. Man unterstützt dabei, neue Wege zu gehen. Ist Coaching hauptsächlich Hilfe zur Selbsthilfe, so kann Mentoring auch mal beratend die Richtung weisen: Unsicherheiten oder auch Ungeduld auffangen. Erfahrungen, Wissen und Kontakte werden zur Verfügung gestellt.

Was darf jemand erwarten, der den neuen Lehrgang absolviert?

Teilnehmende lernen, wie sie ihr Gegenüber abholen, zuhören und gute Gespräche führen. Sie üben den Umgang mit blockierenden Verhaltensmustern, Emotionen, Glaubensätzen und wie man eine wertschätzende, lösungsorientiere Haltung einnimmt.

Worauf freust du dich schon, wenn der Unterricht startet?

Ich freue mich auf 12 Tage mit spannenden Persönlichkeiten. Auf intensive Gespräche, lebendige Diskussionen und viele Momente, in denen Neues entsteht – durch Fragen, kritische Einwände und gemeinsames Reflektieren. Und darauf, mitzuerleben, wie Lernen, Humor und Entwicklung zusammenfinden.

Weitere Informationen zum Lehrgang gibt es hier: Mentoringplus – fundierte Mentoring-Kompetenz in 12 Tagen

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