Höher, schneller, weiter oder mit anderen Worten: gesünder, fitter, erfolgreicher. Laut Trendforschern ist das 21. Jahrhundert das „Zeitalter der Selbstoptimierung“.
Unter dem Begriff Selbstoptimierung verstehen wir den Wunsch, das Beste aus uns herauszuholen. Ein Streben nach Verbesserung in allen Lebensbereichen: Von mentalen Fähigkeiten, Persönlichkeitsmerkmalen, Gemütszuständen bis zu körperlicher Ausdauer und Gesundheit. Die Praktiken der Selbstoptimierung sind nicht nur körperlicher Art, sondern umfassen auch Therapien, Meditation, spirituelle Übungen oder Gedächtnistrainings.
Entwicklung, Wachstum und Vermehrung sind seit jeher im Menschen angelegt und haben immer wieder zu Innovationen, grossartigen Erfindungen oder zum Gemeinschaftswohl beigetragen. Aber Achtung, zwischen Persönlichkeitsentwicklung, wie wir es bei Coachingplus verstehen, und der Selbstoptimierung, liegt ein markanter Unterschied.
Während die Entwicklung an der eigenen Person nicht nur die Stärken und Ressourcen, sondern auch die Grenzen einbezieht, suggeriert die Selbstoptimierung, dass alles möglich ist, wenn wir nur genügend Übungen, Work-outs oder grössere Vorstellungskraft an den Tag legen.
Der grösste Unterschied (alternative: Gegensatz) zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Selbstoptimierung liegt jedoch in den Motiven. Während Persönlichkeitsentwicklung durch Selbstreflexion ein besseres Verständnis für sich und sein Umfeld fördert und letztlich dem Miteinander dient, zielt die Selbstoptimierung durch Perfektion und Leistung darauf ab, selbst besser, schöner und erfolgreicher als andere zu sein. Das wiederum steigert nicht nur den eigenen Druck und Stress, sondern steht im Widerspruch zum Bedürfnis, gelingenden und erfüllten Beziehungen. Letztendlich wird die Selbstoptimierung zu einer Form der Ausbeutung eigener Ressourcen, um konkurrenzfähig zu sein und sich besser verkaufen zu können. Die Jagd nach dem Maximum führt jedoch nicht selten in Überforderung und Enttäuschung.
Statt durch belastende Selbstoptimierung eigene Grenzen zu überschreiten, lädt die Selbstreflexion dazu ein, eigene Grenzen abzustecken. Wir müssen nicht zu unserem Besten «Ich» werden – ein besseres Verständnis jedoch, wer wir sind, führt auch zu einem besseren Miteinander.
Die Aus- und Weiterbildungen bei Coachingplus legen eindeutig den Fokus auf die Persönlichkeitsentwicklung. Es ist unser Wunsch sich selbst zu verstehen, um andere verstehen zu können. Nicht zum Selbstzweck, sondern zur Beziehungsgestaltung.
Reflexionssitzung
Ausbildung zum/zur Betriebliche/n Mentor/in mit eidgenössichem Fachausweis
Selbstreflexion: sich selbst und das eigene Handeln besser verstehen und in der Folge anders reagieren. Die neun Reflexionssitzungen unterstützen den/ die angehende/r Betriebliche/r Mentor/in FA, sich selbst besser wahrzunehmen und somit auch andere besser zu begleiten.
Zu Beginn der Reflexionssitzungen werden persönliche Erwartungen und Ziele der eigenen Entwicklung formuliert (aus den Lebensbereichen Familie, Beruf, Finanzen, Gesundheit, Bildung, Ethik, Moral, Gesellschaft, Kultur etc.) und während des Prozesses über 6 Monate hinweg überprüft.
Die schrittweise Neuausrichtung durch Erkenntnisse der eigenen Persönlichkeit und Lebensstils und deren Verhaltensmustern, werden erlernt und trainiert.
Mehr Infos zur Ausbildung: Reflexionssitzungen zum/zur Betriebliche/r Mentor/in FA
