{"id":8831,"date":"2019-09-06T09:49:52","date_gmt":"2019-09-06T08:49:52","guid":{"rendered":"http:\/\/coachingplus.ch\/?page_id=8831"},"modified":"2021-08-10T16:19:46","modified_gmt":"2021-08-10T14:19:46","slug":"150-ans-de-psychologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/coachingplus.ch\/fr\/150-jahre-psychologie\/","title":{"rendered":"150 ans de psychologie individuelle - une bonne raison de c\u00e9l\u00e9brer les d\u00e9couvertes d'Alfred Adler"},"content":{"rendered":"<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p>Es gibt Geburtstage der besonderen Art. Der des Begr\u00fcnders der Individualpsychologie ist ganz sicher einer davon. <strong>Alfred Adler hat mit seinen Erkenntnissen die Psychologie auf neue F\u00fcsse gestellt<\/strong>. Und so liegt es nahe, dass der \u201eSKAP\u201c (Schweizer Kongress f\u00fcr Adlerianische Psychologie) im kommenden Jahr Adlers Ehrentag geb\u00fchrend feiert. Ich selbst m\u00f6chte mit diesem Artikel auf die Hauptpunkte des Adlerianischen Denkens aufmerksam machen.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<div class=\"av-special-heading av-special-heading-h1 avia-builder-el-7 el_after_av_hr el_before_av_textblock \">\n<h2 class=\"av-special-heading-tag \">Die Geburtsstunde der Psychologie<\/h2>\n<\/div>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p>Alfred Adler war zwischen 1902 und 1911 Mitglied der Mittwochsgesellschaft, zu der auch Sigmund Freud geh\u00f6rte. Adler war \u2013 neben Freud \u2013 einer von denen, die von der ersten Stunde an dabei waren. Es war der 2. November 1901, als Freud handschriftlich an Adler schrieb:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEin kleiner Kreis von Collegen und Anh\u00e4ngern will mir das grosse Vergn\u00fcgen bereiten, sich einmal in der Woche am Abend bei mir einzufinden, um die uns interessierenden Themata der Psychologie und Neuropathologie zu besprechen.<\/p>\n<p>Ich weiss von Reitler, Kahane, Stekel. Wollen Sie die G\u00fcte haben, sich uns anzuschliessen.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<h6>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.psyalpha.net\/files\/pdfs\/ipv_ausbildung_-_standards.pdf\">http:\/\/www.psyalpha.net\/files\/pdfs\/ipv_ausbildung_-_standards.pdf<\/a> Zugegriffen: 2. Sept: 2019<\/h6>\n<p>Als die Treffen des Diskussionszirkels begannen, war Freud bereits 46 Jahre alt, <b>Adler war 14 Jahre j\u00fcnger.<\/b> Die Gruppe selbst zeichnete sich durch eine ausgepr\u00e4gte Diskussionskultur aus, <b>die durch Pioniergeist und Kreativit\u00e4t erg\u00e4nzt wurde.<\/b> Adler \u2013 der damals praktizierender Arzt war \u2013 nahm mit grosser Leidenschaft an den Treffen teil, die neben zahlreichen klugen Gedanken durch den Rauch unz\u00e4hliger Zigarren gepr\u00e4gt waren. In dessen Nebel wurde diskutiert, wurden Vortr\u00e4ge gehalten, wurden Fragestellungen von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet.<\/p>\n<p>Schon zu Beginn, als der Kreis aus nur f\u00fcnf M\u00e4nnern bestand, stellte sich schnell heraus, <b>dass Alfred Adler der Kreativste und Produktivste der Runde war<\/b>. Neben Freud pr\u00e4gte Adler die Gespr\u00e4che und Diskussionen, und die Ver\u00f6ffentlichungen der beiden trugen in Wechselwirkung dazu bei, die jeweils andere Sichtweise und Position zu st\u00e4rken und weiter anzuregen.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<div class=\"hr hr-invisible avia-builder-el-11 el_after_av_codeblock el_before_av_heading \"><\/div>\n<div class=\"av-special-heading av-special-heading-h1 avia-builder-el-12 el_after_av_hr el_before_av_textblock \">\n<h2 class=\"av-special-heading-tag \">Alfred Adler \u2013 ein Arzt, der seiner Zeit voraus war<\/h2>\n<\/div>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p>Schon bevor Adler mit seinen Aktivit\u00e4ten in der Gruppe von Freud begann, hatte er auf dem Gebiet der Sozialmedizin eigene Ideen entwickelt und publiziert. Im Jahr 1898 ver\u00f6ffentlichte Adler ein Buch mit dem Titel \u201eGesundheitsbuch f\u00fcr das Schneidergewerbe\u201c. Was heute als allgemein anerkannt gilt, war damals ein v\u00f6llig neuer Ansatz, n\u00e4mlich <strong>der Zusammenhang von wirtschaftlicher Situation und Krankheit.<\/strong> Adler beschrieb diesen Zusammenhang im Vorwort seines Buches und wies auf die Gefahr hin, dass auch der \u00f6ffentlichen Gesundheit Sch\u00e4den zugef\u00fcgt werden k\u00f6nnen, wenn die Thematik untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p>Adler erwies sich als fleissiger Denker und Schreiber, er ver\u00f6ffentlichte regelm\u00e4ssig weitere Artikel, etwa 1904 den Text \u201eDer Arzt als Erzieher\u201c. Nach der Lekt\u00fcre dieses Artikels wird klar, <strong>dass Adler schon damals eine vollst\u00e4ndige Theorie zur Erziehung hatte,<\/strong> zudem erw\u00e4hnte er die Rolle der Organminderwertigkeit.<\/p>\n<p>Und so war es nur folgerichtig, dass Adler im Jahr 1907 die \u201eStudie \u00fcber die Minderwertigkeit von Organen\u201c herausbrachte, die wohl zu den wichtigsten seiner Zeit in der Mittwochsgesellschaft geh\u00f6rte. In dieser Publikation wurden bereits Unterschiede zu Freuds Ans\u00e4tzen deutlich, auch wenn Adler am ersten Tag des Internationalen Psychoanalytiker-Treffens 1908 in Salzburg noch \u00fcber die Neurosenlehre dozierte.<\/p>\n<p>Im Jahr 1910 wurde Alfred Adler der Schriftf\u00fchrer der Mittwochsgesellschaft, ausserdem \u00fcbernahm er die Funktion des Herausgebers der internationalen Zeitschrift. Dann folgten zwei Vortr\u00e4ge, der erste am 4. Januar 1911 mit dem Titel \u201eProbleme der Psychoanalyse\u201c, der zweite am 1. Februar 1911, der den \u201eM\u00e4nnlichen Protest\u201c behandelte. Nach zwei weiteren Sitzungen war Adlers Zeit in der Mittwochsgesellschaft Ende Februar 1911 vorbei.<\/p>\n<p>Mit dem Ausschluss aus der Mittwochsgesellschaft gibt Adler auch seine Position als Pr\u00e4sident auf. Hintergrund der Entwicklungen war Freuds Haltung, dass in der Mittwochsgesellschaft nur Mitglieder akzeptiert waren, die seine Lehre vorbehaltlos akzeptierten. Neben Adler gab es sechs weitere Mitglieder der Gruppe, die sich gemeinsam mit Adler auf den Weg machten, eine neue Gruppe zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Nach Adlers Trennung von der Mittwochsgesellschaft entwickelte er die Individualpsychologie, die sich rasch in Europa und den USA verbreitete. Adler hatte eine psychologische Schule erarbeitet, <strong>die den Vorteil hatte, Praxis und Theorie lehrbar und erlernbar zu machen.<\/strong> F\u00fcr den \u00f6sterreichisch-US-amerikanischen Psychiater und Neurologen Joseph Wilder (1895 bis 1976) war klar, dass Alfred Adler das Denken der Psychologie massgeblich beeinflusste. Wilder formulierte den Satz, nach dem die \u201erichtige Frage nicht lautet, ob man, sondern wie sehr man ein Adlerianer ist.\u201c<\/p>\n<p>Im zeitgen\u00f6ssischen Denken sind Adlers Einsichten und Erkenntnisse immer wieder zu finden.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<div class=\"avia-image-container av-styling- avia-builder-el-14 el_after_av_textblock el_before_av_hr avia-align-center \">\n<div class=\"avia-image-container-inner\">\n<div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img decoding=\"async\" class=\"lazy avia_image lazy-loaded\" title=\"Alfred Adler Coachingplus\" src=\"https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/client\/q_glossy,ret_img,w_1030,h_541\/https:\/\/coachingplus.ch\/wp-content\/uploads\/alfred_adler_coachingplus-1030x541.jpg\" alt=\"Alfred Adler Coachingplus\" width=\"1030\" height=\"541\" data-lazy-type=\"image\" data-lazy-src=\"https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/client\/q_glossy,ret_img,w_1030,h_541\/https:\/\/coachingplus.ch\/wp-content\/uploads\/alfred_adler_coachingplus-1030x541.jpg\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"hr hr-invisible avia-builder-el-15 el_after_av_image el_before_av_codeblock \"><\/div>\n<section class=\"avia_codeblock_section avia_code_block_2\">\n<div class=\"avia_codeblock \"><\/div>\n<\/section>\n<div class=\"av-special-heading av-special-heading-h1 avia-builder-el-18 el_after_av_hr el_before_av_textblock \">\n<h2 class=\"av-special-heading-tag \">Verst\u00e4ndlich und alltagstauglich \u2013 Adlers Psychologie ist lebensnah<\/h2>\n<\/div>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p>Adlers Ansatz war kein elit\u00e4rer oder abgehobener. Im Gegenteil, die Individualpsychologie kann sowohl von Fachpersonen als auch von Laien verstanden und angewendet werden. <strong>F\u00fcr Adler ist der Mensch ein dynamisches Wesen mit einer entsprechend dynamischen Struktur<\/strong>, die sich ihrerseits in der Auseinandersetzung mit der Umwelt entwickelt. <strong>Dabei spielen die sozialen Beziehungen in Adlers Betrachtungsweise eine grundlegende Rolle.<\/strong> Gerade dieser Punkt ist so bedeutend, ist eine angewandte Psychologie doch so wichtig, wenn man sich und seine Mitmenschen verstehen will.<\/p>\n<p>Folgende drei Grunds\u00e4tze machen in Adlers Ansatz einen wesentlichen Anteil aus:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Der Grundsatz der Einheit: <\/strong>Der wohl entscheidende Grundsatz Alfred Adlers war die Betrachtungsweise des Menschen als ein Individuum, das ganzheitlich zu verstehen ist. Er sprach von der Lehre des \u201eunteilbaren Menschen\u201c. Auf diese Lehre bezieht sich auch die Individualpsychologie, die den Menschen als unteilbares Ganzes sieht. Dabei spielt der Holismus (also die Lehre, die s\u00e4mtliche Erscheinungen des Lebens einem ganzheitlichen Prinzip ableitet) eine wichtige Rolle beim Grundverst\u00e4ndnis der Individualpsychologie. W\u00e4hrend Freud davon ausging, dass der Mensch eine aufgespaltene Pers\u00f6nlichkeit ist, deren Teile sich gegenseitig bek\u00e4mpfen, vertritt Adler ein anderes Menschenbild. F\u00fcr ihn gibt es den Menschen nur als unteilbares Ganzes.<\/li>\n<li><strong>Der Grundsatz der Dynamik: <\/strong>Ein Leben ohne Bewegung ist undenkbar. Die Betrachtung und Bewertung dieser Bewegung unterscheiden sich allerdings bei Freud und Adler. W\u00e4hrend Freud die Ursache favorisiert und von einem \u00abpsychischen Apparat\u00bb spricht, r\u00fcckt Adler die sch\u00f6pferische Kreativit\u00e4t und die Zielgerichtetheit in den Fokus, wenn er sagt: \u201eKein Mensch kann denken, f\u00fchlen, wollen, sogar tr\u00e4umen, ohne dass all dies bestimmt, bedingt, eingeschr\u00e4nkt, gerichtet w\u00e4re durch ein ihm vorschwebendes Ziel\u201c (2 J\u00fcrg R\u00fcedi (Hrsg.) Alfred Adler Menschenkenntnis, Vandenhoeck &amp; Ruprecht; Auflage: 1. Aufl., G\u00f6ttingen 2007), S. 37). . Hinsichtlich der pers\u00f6nlichen Freiheit zeigt sich ein Abstand, der einem Quantensprung gleicht. Dabei hebt sich Adler unter anderem durch die Selbstsch\u00f6pfung des Ich hervor. F\u00fcr ihn ist der Mensch per se <a href=\"https:\/\/urs-r-baertschi-coaching.ch\/produkt\/49-autor-regisseur-schauspieler\/\"><strong>ein Sch\u00f6pfer, ein \u201eK\u00fcnstler\u201c und \u201eKunstwerk<\/strong>\u201c<\/a> in einem. Begriffe wie \u201eLeitbild\u201c, \u201eLebensplan\u201c, \u201eLeitpunkt\u201c, \u201eLeitziel\u201c und \u201eLeitidee\u201c unterstreichen diesen Gedanken. In diesem Zusammenhang nur konsequent ist die Entwicklung des Konzeptes des Lebensziels, \u201edass wir in der Individualit\u00e4t eines Menschen seine Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft und sein Ziel wie in einem Brennpunkt sehen\u201c (Alfred Adler, Praxis und Theorie der Individualpsychologie, 4. Aufl., M\u00fcnchen 1930, S. 40). Im Vordergrund stehen etwa Fragen wie diese: Wie wurde ich, wer ich bin? Ziel des individualpsychologischen Coachings, der Beratung und\/oder der Therapie ist es, ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den eigenen Lebensstil zu entwickeln. Diese Zielgerichtetheit (Teleologie) versteht Adler als eine \u201eSch\u00f6pfung des Individuums\u201c. Am Ende steht also die Erkenntnis, dass jeder seine Meinung von sich und seinen Aufgaben des Lebens in sich tr\u00e4gt, dass es eine Lebenslinie gibt, ein Bewegungsgesetz, das ihn festh\u00e4lt, ohne dass er dies versteht und ohne dass dar\u00fcber Rechenschaft abgelegt wird. Das Bewegungsgesetz entspringt und entwickelt sich aus dem engen Raum der Kindheit.<\/li>\n<li><strong>Der Grundsatz des Gemeinschaftsgef\u00fchls: <\/strong>Kein Individuum kann isoliert \u00fcberleben. Nach Adler umfasst der Gemeinschaftsbegriff sowohl eine famili\u00e4re als auch eine Struktur sozialer Bindungen. Adler betont, dass dieses Gemeinschaftsgef\u00fchl steigerungsf\u00e4hig ist, wenn die Emotion der Zugeh\u00f6rigkeit st\u00e4rker wird. Doch Zugeh\u00f6rigkeit ist nach Adler weit mehr als nur ein Gef\u00fchl, es ist eher die Lebensform, die Einstellung, die gesamte Identifikation mit der Gemeinschaft. Das einmal erworbene Gemeinschaftsgef\u00fchl ist jedoch nicht \u201ein Stein gemeisselt\u201c, es hat keine gleichbleibende Qualit\u00e4t. Im Gegenteil, es kann abnehmen oder zunehmen, je nachdem, wie sich die Lebensbedingungen darstellen. Das Gemeinschaftsgef\u00fchl verlangt also nach Wechselseitigkeit, nach dem Geben und Nehmen. Durch die Zugeh\u00f6rigkeit wird diese Wechselseitigkeit erleichtert, das Individuum m\u00f6chte etwas beitragen, und die Zusammenarbeit, das Vertrauen und die Achtung des Einzelnen f\u00f6rdern sowohl die soziale Gleichwertigkeit als auch den stetigen Prozess der Zugeh\u00f6rigkeit.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/section>\n<div class=\"hr hr-invisible avia-builder-el-21 el_after_av_codeblock el_before_av_heading \"><\/div>\n<div class=\"av-special-heading av-special-heading-h1 avia-builder-el-22 el_after_av_hr el_before_av_textblock \">\n<h2 class=\"av-special-heading-tag \">Der Therapeut Alfred Adler<\/h2>\n<\/div>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p>Im Gegensatz zu anderen psychologischen Richtungen begreift sich die Individualpsychologie nicht vornehmlich als systematisch-wissenschaftlichen Ansatz, sondern sollte vielmehr k\u00fcnstlerisch angewendet werden. Adler selbst hat keine systematische Darstellung f\u00fcr einen Gespr\u00e4chsverlauf, es gibt aber beobachtende Beschreibungen, die Auskunft dar\u00fcber geben, wie eine Beratungssequenz auf die Teilnehmer gewirkt hat:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDann kommt das Kind herein, und der Psychologe spricht mit ihm. Er spricht mit ihm nicht \u00fcber seine Fehler, sondern \u00fcber seine Schwierigkeiten, die es hat. Er interessiert sich auch f\u00fcr die Meinungen und Urteile des Kindes, die es bisher an einer mutigen Entwicklung hinderten, f\u00fcr den Glauben des Kindes, dass es zur\u00fcckgesetzt, dass andere Kinder ihm vorgezogen werden usw. Er macht dem Kind keine Vorw\u00fcrfe, sondern unterh\u00e4lt sich freundlich mit ihm, um ihm neue Gesichtspunkte zu geben. Wenn er den tats\u00e4chlichen Fehler erw\u00e4hnt, dann in Form einer Hypothese, zu der das Kind seine Meinung sagen soll. F\u00fcr jemand, der diese Art von Arbeit nicht miterlebt hat, ist es erstaunlich, zu sehen, wie gut das Kind versteht und wie schnell es seine ganze Haltung \u00e4ndern kann.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Paul Rom, Alfred Adler und die wissenschaftliche Menschenkenntnis, Kramer &amp; Co, Frankfurt 1966 S. 95<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<div class=\"hr hr-invisible avia-builder-el-24 el_after_av_textblock el_before_av_image \"><\/div>\n<div class=\"avia-image-container av-styling- avia-builder-el-25 el_after_av_hr el_before_av_hr avia-align-center \">\n<div class=\"avia-image-container-inner\">\n<div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img decoding=\"async\" class=\"lazy avia_image lazy-loaded\" title=\"Coaching braucht Psychologie\" src=\"https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/client\/q_glossy,ret_img,w_1030,h_541\/https:\/\/coachingplus.ch\/wp-content\/uploads\/coaching_braucht_psychologie-1030x541.jpg\" alt=\"Coaching braucht Psychologie\" width=\"1030\" height=\"541\" data-lazy-type=\"image\" data-lazy-src=\"https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/client\/q_glossy,ret_img,w_1030,h_541\/https:\/\/coachingplus.ch\/wp-content\/uploads\/coaching_braucht_psychologie-1030x541.jpg\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"hr hr-invisible avia-builder-el-26 el_after_av_image el_before_av_codeblock \"><\/div>\n<div class=\"hr hr-invisible avia-builder-el-28 el_after_av_codeblock el_before_av_heading \"><\/div>\n<div class=\"av-special-heading av-special-heading-h2 avia-builder-el-29 el_after_av_hr el_before_av_textblock \">\n<h2 class=\"av-special-heading-tag \">Der Grundsatz Adlers<\/h2>\n<\/div>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p>Alfred Adler legte Wert darauf, dass die Individualpsychologie ein \u201estreng individualisierendes Vorgehen\u201c fordert und \u201edeshalb Verallgemeinerungen nicht\u201c angezeigt seien (Alfred Adler, Heilen und Binden. 1914, S. 148). Dabei ist eine gute Verankerung in der individualpsychologischen Theorie unerl\u00e4sslich. Dazu geh\u00f6rt, die Ausgangslage des Klienten zu erfassen, die \u00fcberfordernde Situation als Ausl\u00f6ser zu erkennen und die privatlogischen Schlussfolgerungen und die in der Kindheit liegenden tendenzi\u00f6sen Apperzeption zu erkennen. Durch die Erz\u00e4hlung des Klienten sollte der Therapeut bzw. Coach das fiktive Lebensziel erkunden und herausarbeiten, wie die eigene Logik im Widerspruch zur Lebensrealit\u00e4t steht.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<h3>Adlers Frage<\/h3>\n<p>Adlers Ansatz basiert auf einer Frage, die er jedem Klienten stellt, und von deren Antwort die Kl\u00e4rung der jeweiligen Problematik abh\u00e4ngt. Die Frage lautet: \u201eWas w\u00fcrden Sie tun, wenn Sie bei mir Ihre Heilung erlangten?\u201c4 Eine andere Formulierung klingt so: \u201eWas w\u00e4re anders, wenn Sie dieses Symptom bzw. Problem nicht h\u00e4tten?\u201c Letztere \u00e4hnelt dem, was Steve de Shazer in den 1980er Jahren als \u201eWunderfrage\u201c bekannt machte. Adlers Ansatz ging allerdings weiter, weil er die Hintergr\u00fcnde und Zusammenh\u00e4nge erfahren wollte, die unerl\u00e4sslich sind, um durch die Problemschilderung zu einer L\u00f6sung zu kommen. Um menschliches Handeln besser zu verstehen, ist die l\u00f6sungs- und ressourcenorientierte Fragestellung \u201eWas w\u00e4re anders, wenn \u2026?\u201c unbedingt mit einzubeziehen.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<h3>Der Grundsatz Adlers<\/h3>\n<p>Alfred Adler legte Wert darauf, dass die Individualpsychologie ein \u201estreng individualisierendes Vorgehen\u201c fordert und \u201edeshalb Verallgemeinerungen nicht\u201c angezeigt seien (Alfred Adler, Heilen und Binden. 1914, S. 148). Dabei ist eine gute Verankerung in der individualpsychologischen Theorie unerl\u00e4sslich. Dazu geh\u00f6rt, die Ausgangslage des Klienten zu erfassen, die \u00fcberfordernde Situation als Ausl\u00f6ser zu erkennen und die privatlogischen Schlussfolgerungen und die in der Kindheit liegenden tendenzi\u00f6sen Apperzeption zu erkennen. Durch die Erz\u00e4hlung des Klienten sollte der Therapeut bzw. Coach das fiktive Lebensziel erkunden und herausarbeiten, wie die eigene Logik im Widerspruch zur Lebensrealit\u00e4t steht.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<h3>Adlers Technik von der F\u00e4higkeit des \u201eErratens\u201c<\/h3>\n<p>Alfred Adler besass eine F\u00e4higkeit, die man nicht erlernen kann, sondern in sich tragen muss. Er konnte ohne pers\u00f6nliche Kenntnis und mit nur wenigen Angaben die Leitlinie einer Krankengeschichte durchschauen. H\u00e4ufig brauchte Adler gar keine Fragen zu stellen, er beobachtete das Verhalten seines Gegen\u00fcber und zog daraus Schl\u00fcsse. <strong>Da er eine ausgezeichnete Menschenkenntnis und eine ausgepr\u00e4gte Intuition besass, konnte Adler schon mit genauen Beobachtungen zu Erkenntnissen gelangen, f\u00fcr die andere deutlich mehr Aufwand betreiben mussten. <\/strong>Der Blick in die Kindheitssituation war dabei ein wichtiger Pfeiler der weiteren Arbeit.<\/p>\n<p>Nun muss allerdings betont werden, dass Adler nicht einfach so seine Arbeit mit dem \u201eErraten\u201c von Zusammenh\u00e4ngen verbrachte. Er wurde vielmehr von seiner Intuition geleitet und folgte seiner ganzheitlichen Betrachtungsweise. Er erkl\u00e4rte das so: \u201eWenn wir fragen, unter welchen Bedingungen hat dies vorliegende Leiden einen Sinn, eine Berechtigung, so erhalten wir bis zu einem gewissen Grade einen Einblick\u201c (Giesela Eife (Hrsg.) Pers\u00f6nlichkeitstheorie, Psychopathologie, Psychotherapie, Vandenhoeck &amp; Ruprecht; Auflage: 1. Aufl., G\u00f6ttingen 2010, S. 284).<\/p>\n<p>Anhand dieses Zitats wird deutlich, dass das fokussierte Zuh\u00f6ren und das Einf\u00fchlen f\u00fcr Adler von herausragender Bedeutung waren. Sein Anspruch war, \u201emit den Augen eines Anderen zu sehen, mit den Ohren eines Anderen zu h\u00f6ren, mit dem Herzen eines Anderen zu f\u00fchlen\u201c (ebd, S. 315).<\/p>\n<p>Das \u201eEntr\u00e4tseln und Durchschauen\u201c folgte bei Adler einem bestimmten Grundprinzip, das er so zusammenfasste: \u201eWir finden bald den richtigen Zusammenhang [des Lebensstils], wenn wir uns selbst die Frage vorlegen: <strong>Unter welchen Umst\u00e4nden w\u00e4re auch ich ein l\u00fcgenhaftes Kind?<\/strong> Wenn ich zum Beispiel einer Sache gegen\u00fcberstehe, die sehr bedrohlich aussieht, der ich mich nicht gewachsen f\u00fchle, werde ich unter Umst\u00e4nden auch gen\u00f6tigt sein, zu der Sicherung der L\u00fcge zu greifen\u201c (ebd., S. 32).<\/p>\n<p>F\u00fcr Therapeuten, Coaches und psychosoziale Berater gilt gleichermassen, dass das einf\u00fchlende Aufbereiten von Zusammenh\u00e4ngen zu den Hauptaufgaben ihrer Arbeit geh\u00f6rt. \u201eHeilen\u201c, so Adler, \u201ekann ich Sie nur mit der Wahrheit, bis zu der ich selbst vorgedrungen bin\u201c (ebd. S.32). Und im Jahre 1930 schrieb er: \u201eWir halten einen Fall erst dann f\u00fcr gekl\u00e4rt und getrauen uns von Heilung zu sprechen, wenn wir verstehen k\u00f6nnen, warum der Patient diese und gerade diese Form des fehlerhaften Agierens gew\u00e4hlt hat. Noch mehr: Wenn wir uns eingestehen, dass unter den gleichen Verh\u00e4ltnissen wir zu der gleichen neurotischen Lebensform gekommen w\u00e4ren\u201c (ebd, S. 32). Hiermit wird nicht nur ein wichtiges Mass an Empathie zum Ausdruck gebracht, sondern <strong>dar\u00fcber hinaus an die Selbstverantwortung des Klienten appelliert,<\/strong> um seine Lebensaufgaben zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<h3>Adlers Formulierungen<\/h3>\n<p>Im Zusammenhang mit der \u201eGabe\u201c oder <strong>mit dem \u201eErraten\u201c erkannte Adler das, was \u201ewir Identifikation, Einf\u00fchlung nennen\u201c<\/strong> (Alfred Adler, Menschenkenntnis, 1928. Hirzel Verlag). Bis heute sind seine Formulierungen \u00e4usserst treffend und lassen deutlich erkennen, was ihm wichtig war im Umgang mit dem Menschen. Im Laufe der Zeit sind zahlreiche Beschreibungen und Begriffe hinzugekommen, <strong>was eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein sollte, wenn man bedenkt, dass inzwischen mehr als 100 Jahre vergangen sind.<\/strong> Aber Ausgangspunkt f\u00fcr wichtige Beitr\u00e4ge etwa von Virginia Satir, Klaus Grawe oder Paul Watzlawick war vielfach der Wortschatz Alfred Adlers.<\/p>\n<p>Adler ging auch mit anderen Fachleuten hart ins Gericht, was an folgendem Zitat deutlich wird: \u201eNicht selten bringt ein unerfahrener Arzt dem Patienten die Theorien der Individualpsychologie nahe, indem er ihm erkl\u00e4rt: \u201aIhnen fehlt der soziale Mut, Sie interessieren sich nicht f\u00fcr andere. Sie f\u00fchlen sich minderwertig\u2018, und so weiter, was mehr als nutzlos ist. Eine echte Erkl\u00e4rung muss so klar sein, dass der Patient darin sofort seine eigene Erfahrung erkennt und f\u00fchlt.\u201c (ebd., S. 345).<\/p>\n<p>Zusammenfassend k\u00f6nnte man sagen, dass <strong>der Sinn einer Behandlung der Erfolg des zu Beratenden sein muss.<\/strong> Oft scheint es aber umgekehrt zu sein, der Berater will sich nach der Behandlung besser f\u00fchlen. Ziel muss immer sein, dem Patienten beispielsweise Irrt\u00fcmer aufzuzeigen und ihm dabei die Gelegenheit zu verschaffen, <strong>die Wahrheit selbst lebendig zu machen.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<h3>Adlers Ressourcenorientierung<\/h3>\n<p>Im Jahr 1923 widmete Adler seine Aufmerksamkeit mehr und mehr den Aspekten der Entmutigung und der Ermutigung. Adler schrieb, dass <strong>\u201enicht die Krankheit rezidiviert, sondern die Entmutigung\u201c<\/strong> (ebd., S.30).<\/p>\n<p>F\u00fcr Adler waren \u201edie Ursachen der Entmutigung\u201c im Kern \u201eimmer irrt\u00fcmlich.\u201c Und er holte mit dieser Einsch\u00e4tzung weit aus, denn er begrenzte sie nicht auf Erzieher, sondern stellte fest, dass \u201edie ganze Menschheit zur Entmutigung neigt\u201c (ebd. S. 30).<\/p>\n<p>Es war im Besonderen die bei Adler zunehmende Sensibilit\u00e4t f\u00fcr das Problem der Entmutigung, die sich auf seine weitere Arbeit als Therapeut auswirkte. Er kam zum Schluss, dass er seine Patienten \u201eerst ermutigen\u201c musste, bevor er sie \u201eins Leben hinausschickte\u201c (ebd. S. 213).<\/p>\n<p>Adler legte Wert darauf, sich von der p\u00e4dagogisch \u00fcblichen Teil-Ermutigung zu l\u00f6sen und stattdessen eine Methode zu entwickeln, die \u201eunabh\u00e4ngig und selbst\u00e4ndig macht, weil sie die wirksamen Ursachen der Entmutigung behebt\u201c (ebd. S. 204). Damit unterschied sich Adler von anderen, g\u00e4ngigen Methoden, denn <strong>er legte seinen Blick auf den Gesamtzusammenhang des Lebensstils seiner Patienten.<\/strong> Nur so, so Adler, k\u00f6nne der Patient ein zunehmendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr sich selbst entwickeln. 1926 ging Adler so weit, seinen Ansatz als die \u201eMethode der uneingeschr\u00e4nkten Ermutigung\u201c (ebd, S. 276) zu bezeichnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Les coachs travaillent \"sur l'humain\", c'est pourquoi ils ont imp\u00e9rativement besoin de connaissances sur la pens\u00e9e, les sentiments et les actions humaines. 150 ans de psychologie individuelle - une bonne raison de c\u00e9l\u00e9brer les d\u00e9couvertes d'Alfred Adler. <\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":11345,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"150 Jahre Individualpsychologie","_seopress_titles_desc":"Coaches arbeiten &quot;am Menschen&quot;, weshalb sie zwingend Wissen \u00fcber menschliches Denken, F\u00fchlen und Handeln ben\u00f6tigen. 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